Analyse der AMD-Quartalszahlen Q4 – AMD wird den Erwartungen nicht gerecht

Die am 30. Januar 2024 veröffentlichten Zahlen von AMD waren zwar ziemlich in Übereinstimmung mit der Markterwartung, der Ausblick hingegen enttäuscht deutlich. Die AMD-Aktie reagiert vorbörslich mit minus 7 %.

Ein Vergleich mit Marktführer Nvidia rückt in weite Ferne.

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Die Quartalszahlen Q4 2023

Der Gewinn stieg im vierten Quartal von 21 Millionen auf 667 Millionen USD. Der Umsatz stieg jedoch nur um 10% auf 6,17 Milliarden USD. Beides wurde ziemlich exakt vom Markt so erwartet, wobei die Flüsterschätzungen sicherlich höher lagen.

Die operative Marge (Non Gaap) liegt unverändert bei 23%.

Die Gaming-Sparte enttäuscht: Die leistungsstärksten Grafikkarten sind zwar um 9% im Umsatz gewachsen, insgesamt ist die Gaming-Sparte aber rückläufig.

Positiv hingegen ist – wie zu erwarten war – der Bereich Data Center: Hier wächst AMD’s Umsatz mit +38% auf 2,3 Mrd. USD. Das ist für die Profitabilität AMD’s besonders wichtig, da hier die höchsten Margen erzielt werden können.

Für das erste Quartal 2024 spricht das Management jedoch von einer Stagnation in der Datencenter-Sparte, was unter anderem mit einem saisonbedingten Rückgang im Servergeschäft begründet wird.

Fazit

Die Zahlen fürs vierte Quartal sind zwar noch in Ordnung, der Ausblick aufs erste Quartal jedoch eindeutig zu wenig. Die Schätzung für das 1. Quartal 2024 wurde vom Markt bei 5,77 Mrd., erwartet. AMD prognostiziert jedoch nun nur 5,4 Mrd. USD, und behält sich eine Abweichung von +/- 300 Millionen USD vor. Die relativ große Spanne von plus/minus 300 Millionen USD verdeutlicht die Unsicherheit für das erste Quartal 2024.

Für eine Aktie, die sich letztes Jahr verdoppelt hat, ist der Ausblick schlicht und einfach zu schwach. Auch wenn die Zahlen besser als beim Konkurrenten Intel sind… Ein Vergleich mit dem Platzhirsch Nvidia rückt in weite Ferne.

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