PVA-Tepla – eine günstige High-Tech-Aktie, die vom KI-Boom profitiert?

Veröffentlichungsdatum: 30.04.2024

PVA Tepla ist ein kleines, deutsches Hightech-Unternehmen und stellt Sinteranlagen, Hochvakuum-Lötöfen und Diffusionsschweißanlagen her.

Obwohl die letzten Quartalszahlen Ende März 2024 wirklich gut waren, wurde die Aktie meines Erachtens überraschend stark abverkauft. Außerdem spricht eine tiefe, fundamentale Bewertung sowie ein charttechnisch starker Widerstand für die PVA Tepla Aktie.

PVA Tepla – Aktienchart

Charttechnisch sehe ich eine gute Einstiegsmöglichkeit dank einer starken horizontalen Unterstützung bei um die 17-18 Euro. Diese Chartmarke hat in den letzten Jahren bereits häufig als Widerstand gedient.

Und auch dieses Mal war die Aktie nur kurz unter der 18-Euro-Marke. Auf dem kurzfristigen Chart sieht es sogar aus, als könnte die Aktie aktuell einen aufsteigenden, doppelten Boden gebildet haben.

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Kennzahlen

PVA Tepla wird bei einem Umsatz von 263,4 Millionen Euro für das GJ 2023 sowie einem EBITDA von 41, 5 Millionen Euro nur mit einer Marktkapitalisierung von 407 Millionen Euro bewertet. Bei einem Umsatzwachstum von über 28 % in 2023 erscheint das resultierende KGV von 16 sowie das KUV von 1,5 relativ niedrig.

Anbei die wichtigsten Kennzahlen von PVA Tepla – aus Basis der 2023er-Zahlen:

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Wachstum in 2024

Der Umsatz wird 2024 „nur“ mit einem Wachstum von ca. 8 % prognostiziert. Allerdings gibt PVA Tepla eher konservative Schätzungen ab, die dann oft geschlagen werden. Der Gewinn hingegen soll 2024 jedoch um ca. 21 % wachsen, und genau darauf kommt es an!


Die fundamentale Bewertung im Vergleich zum Gewinnwachstum erachte ich deshalb als relativ niedrig – weshalb PVA Tepla auch in meinem investierbaren Wikifolio die aktuell größte Position darstellt.


PVA Tepla – ein KI-Gewinner?

Neben den Sinteranlagen und Hochvakuum-Lötöfen ist PVA Tepla auch noch in der Kristallzucht tätig. Und diese Kristalle werden ganz am Anfang der Wertschöpfungskette zur Herstellung von Halbleitern als Rohstoff benötigt.

Man kann also sagen, dass PVA Tepla in gewisser Weise auch ein kleiner, defensiver KI-Profiteur ist.

Insiderkauf vom 21.03.2024

Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Prof. Dr. Gernot Hebestreit kaufte Ende März in zwei separaten Transaktionen jeweils 2000 Aktien zu 19,95 Euro. Diese Insiderkäufe machen ein Gesamtvolumen von 79.800 Euro aus.

Insiderkäufe sind grundsätzlich positiv zu werden. Insider wie Hebestreit sind nah am operativen und strategischen Geschäft dran, und können die zukünftigen Unternehmensentwicklungen oftmals besser abschätzen als außenstehende Analysten.

Zudem wurde der Insiderkauf noch zu einem 10 % höheren Kurs – im Vergleich zum aktuellen Kurs – getätigt. Dadurch erscheint das aktuelle Kursniveau noch attraktiver.

Rückenwind durch Politik?

Ein weitere „Upside-Case“ könnte der politische Rückenwind für die europäische Chipindustrie darstellen. Da Europa seine Abhängigkeiten nach China und den USA reduzieren will, werden bereits einige Chip-Firmen in Europa subventioniert, und das dürfte auch in Zukunft der Fall sein. Durch seinen geografischen Standort sollte eine wachsende Chipindustrie in Deutschland und Europa auch PVA Tepla in die Karten spielen.

Auftragsbestand und Fazit


Außerdem hat PVA Tepla auch einen relativ hohen Auftragsbestand von 278 Millionen Euro. Der Umsatz in 2023 lag bei 263 Millionen Euro – PVA Tepla hat also einen Auftragsbestand in Höhe eines ganzen Geschäftsjahres. Das sorgt meines Erachtens für ein gewisses Maß an Sicherheit. Deshalb gehe ich davon aus, dass das aktuelle Kursniveau eine attraktive Einstiegsgelegenheit auf langfristige Sicht darstellen kann.

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